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Smile Store - Der Chinese

Der Chinese
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Manufacturer: ZSOLNAY-VERLAG
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Binding: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783552054363
ISBN: 3552054367
Label: ZSOLNAY-VERLAG
Manufacturer: ZSOLNAY-VERLAG
Number Of Pages: 603
Publication Date: 2008-05-19
Publisher: ZSOLNAY-VERLAG
Studio: ZSOLNAY-VERLAG

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Editorial Reviews:

Erik Huddén und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustür von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, weiß noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen Überlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust -- und argwöhnisch von Vivi Sundberg beäugt. Durch Zufall führt sie ein rotes Band zur Spur eines mysteriösen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fündig -- und stößt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurückführt in die chinesische Vergangenheit...

Der Zufall spielt eine große Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu große Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen „atemberaubenden Thriller“ nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin über einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im großen, auf dem Rücken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem „die Weißen“ die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschließen suchten. Das wirkt für einen Kriminalroman, der zudem Köder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeißt, alles etwas weit hergeholt -- und lässt die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurück.

Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlässt, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzählen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwächen lesenswert.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de


Spotlight customer reviews:

Customer Rating: Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5
Summary: Ein guter Mankell - auch wenn es doch kein Wallander geworden ist
Comment: Mankell beginnt das Buch in der Tradition eines Wallander Kriminalromans. Dem Leser wird von einem blutrünstigen Massenmord in der nordschwedischen Provinz berichtet. Ein Massaker hat stattgefunden, brutal und bestialisch ausgeführt. Ohne erkennbares Motiv wurde nahezu die gesamte Dorfgemeinschaft getötet, überwiegend alte Menschen, die in dem fast verlassenen Dorf wohnten. Die Polizei steht vor einem Rätsel, die Presse und die Medien belagern den Ort, die Aufklärung des Verbrechens macht keine Fortschtritte. Einzig eine engagierte Richterin aus Südschweden beschäftigt sich aus privaten Motiven mit dem Fall und findet erste Anhaltspunkte, die von der örtlichen Polizei aber nur widerwillig in die Ermittlungen miteinbezogen werden.

Dann macht Mankell mit der Geschichte einen Zeitsprung zurück ins mittlere bis späte neunzehnte Jahrhundert. Der Leser begibt sich mit einem jungen Chinesen auf eine Reise voller Qualen, Entbehrungen und Tod. Mit seinen zwei Brüdern flieht ein junger chinesischer Bauer vor der Wilkür eines Großgrundbesitzers und landet schliesslich als Sklavenarbeiter beim Eisenbahnbau im nördlichen Nevada unter der Knute eines brutalen und menschenverachtenden schwedischen Vorarbeiters. Seine zwei Brüder überleben nicht, nur er schafft es, nach Jahren wieder nach Hause zu kommen, lernt schreiben und zeichnet seine Erlebnisse in Tagebuchform für die Nachwelt auf.

Wieder macht Mankell einen Zeitsprung und wir finden uns im modernen China des Jahres 2005 wieder. Der Leser lernt einen Chinesen mittleren Alters kennen, der viel Geld, Einfluss und Macht besitzt. Aber nicht nur dies, er besitzt auch ein 130 Jahre altes Tagebuch von einem seiner Vorfahren. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Tagebuch um die Aufzeichnungen des ehemaligen chinesischen Sklavenarbeiters handelt, der zum Ende seiner Chronik über die Schmach und die verlorene Ehre berichtet, unter der er und seine Familie zu leiden hatten und sich dafür Genugtuung wünscht, die er nun jenen überlassen muss, die nach ihm kommen, da er selbst nun zu alt und zu schwach dafür sei. Der Nachfahre im modernen China ist mit den nötigen Mitteln und dem nötigen Einfluss ausgestattet, diesem Wunsch seines Vorfahren endlich nachzukommen. Er bauftragt einen Vertrauten ins ferne Ausland zu reisen und das zu tun, was zu tun ist.

Nun geht Mankell wieder zurück nach Nordschweden zu der engagierten Richterin, die immer mehr Hinweise zu Täter und Tatmotiv findet und sich immer intensiver der Auflösung des Falls widmet. Sie reist sogar nach China, stösst dabei an Grenzen und gerät in Situationen, die ihr viel abverlangen. Der Roman beginnt nach dieser Vorgeschichte quasi erst und entwickelt sich zu einer dramatischen und spannenden Kriminalgeschichte mit vielen politischen, kulturellen und sozialkritischen Aspekten, wie man es von Mankells Romanen gewohnt ist. Ängste des Autors vor einer Kolonialisierung Afrikas durch die Chinesen werden laut und seine kritische Haltung gegenüber einem chinesischem System, das mittlerweile weltweit zu greifen beginnt, wird spürbar. Eine zugegenermassen sehr konstruierte Geschichte, aber es ist ja schliesslich das Privileg eines Schriftstellers, gute Geschichten zu konstruieren. Und diese Geschichte ist gut, sogar sehr gut, wie ich finde. Ein starkes Buch von Henning Mankell, das nach meiner Meinung zu seinen besten Nicht-Wallander-Romanen gehört. Für Mankell Fans ohnehin ein Muss, für alle anderen gebe ich die Bewertung vier Punkte.

Customer Rating: Average rating of 2/5Average rating of 2/5Average rating of 2/5Average rating of 2/5Average rating of 2/5
Summary: enttäuschen
Comment: insgesamt ein sehr enttäuschendes werk - wie häufig, wenn "serien"-schriftsteller zu viel schreiben...

der chinesen-passus ist an sich interessant, paßt nur nicht zum rest der
story.

für krimi-fans, die wert auf qualität legen, eine enttäuschung und schade ums geld!

Customer Rating: Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5
Summary: Gelungener Spagat
Comment: Zu diesem Buch ist bereits sehr viel geschrieben worden, daher nur ganz kurz: Die häufigste hier vorgebrachte Kritik bezieht sich darauf, dass sich Mankell angeblich nicht entscheiden konnte, ob er nun einen Krimi oder ein politisches Buch schreiben möchte ... Ich verstehe den damit konstruierten künstlichen Gegensatz nicht. Warum kann man nicht beides versuchen? Ich jedenfalls finde, dass der Versuch ganz gut gelungen ist. Das Buch ist spannend geschrieben und überhaupt nicht langatmig. Wer allerdings eine ewige Wiederholung des bekannten Musters der Wallander Krimis sucht, ist hier falsch ...

Customer Rating: Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5Average rating of 4/5
Summary: Mordfall wie zu alten Wallander-Zeiten, allerdings mit schwieriger politischer Message
Comment: Was die politische zweite Hälfte dieses Buches betrifft, ging es mir wie den meisten Lesern, die hier bereits ihre Meinung kundgetan haben.

* Achtung - beinhaltet inhaltliche Details *
Auch ich fragte mich, ob es Mankell darum gegangen ist, die Vorteile der maoistisch-alten Lebensweise speziell herauszustreichen - oder ob er eben genau diesen Konflikt zwischen dem "alten" und dem "modernen" China einfach aufzeigen wollte. Genauso wie andere Leser hätte ich mir gewünscht, dass das moderne China nicht ausschließlich durch einen macht/geldgierigen Ya Ru vertreten wird, sondern beide Seiten ein wenig mehr im Gleichgewicht geschildert werden. So entsteht für nicht-China-Interessierte der Eindruck, dass die marktwirtschaftlichen Einflüsse ausschließlich negativ bzw. vielmehr noch: das alt-maoistische China hauptsächlich positiv gewesen sei.
* inhaltliche Details zu Ende *

Trotzdem muss ich hier festhalten, dass ich große Freude beim Lesen dieses Buches hatte. Jedes Mal, wenn ich es weglegte, freute ich mich schon auf den Moment, an dem ich es weiterlesen würde. Das passiert mir nicht so oft, vorallem hält es bei mir nur selten an wenn ein Buch mehr als 500 Seiten besitzt.

Mir persönlich hat "Der Chinese" weitaus besser gefallen als "Kennedys Hirn" und ich fand auch die Rahmenhandlung rundherum wieder ganz wie zu alten Wallander-Zeiten. Spannender Mordfall mit einem Hauptcharakter beschrieben voller Einfühlsamkeit und sehr menschlich.

Customer Rating: Average rating of 5/5Average rating of 5/5Average rating of 5/5Average rating of 5/5Average rating of 5/5
Summary: der chinese
Comment: Über den Inhalt wurde genug geschrieben. Für mich ist es das beste Mankell Buch überhaupt!


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